Nun ja. Über uns gibt es eigentlich nicht viel zu sagen.

 

Außer vielleicht, dass wir „richtige Schwaben“ sind und zudem noch

 

alteingesessene Laichinger.

 

Ich selbst kann über mich eigentlich nur sagen, dass ich es liebe gut zu

 

essen. Kein Wunder, dass ich die Zubereitung von Speisen zu meinem

 

Beruf gemacht habe. Man sollte sich nicht mit Kochen beschäftigen,

 

wenn man nicht gerne isst. Gott sei Dank gibt es bei uns immer genug zu

 

tun, so dass sich die überschüssigen Pfunde in Grenzen halten, weil immer

 

für genügend Bewegung gesorgt ist.

 

Meine Großeltern hatten hier in Laichingen früher ein „Baurewerk“

 

(=Bauernhof) und mein Vater lernte sogar, genau wie sein Vater schon

 

zuvor, unser traditionelles Weberhandwerk.

 

Über meine Mutter wurde ich wahrscheinlich mit dem „Gastronomievirus“

 

infiziert. Seit ich denken kann hat sie immer innerhalb dieses

 

Tätigkeitsfeldes gearbeitet.

 

Heute betreiben wir alle zusammen das „Ratstüble“, wie unser Gasthof

 

liebevoll von den Einheimischen genannt wird. Wir, das sind meine Eltern,

 

mein Mann (für dessen Unterstützung ich unheimlich dankbar bin),

 

meine Schwester und ihr Mann -in ihrer Freizeit und ich selbst natürlich.

 

Auch die Oma, sie kann es nicht lassen, hilft ab und zu.

 

Und ihre Hilfe abzulehnen wäre dumm; glauben sie mir,

 

es gibt keinen besseren Kartoffelsalat wie den von meiner Oma.

 

Das muss ich leider neidvoll zugeben.

 

 

Des Weiteren reden wir alle ausnahmslos Dialekt und schämen uns auch

 

nicht dafür. Traditionen sollen doch bewahrt werden und dazu gehört

 

unserer Meinung nach auch die Pflege der heimischen Mundart.

 

Aber keine Angst, sollten sie zu uns kommen, um einmal richtig schwäbisch

 

zu essen oder sogar ein paar Tage bei uns über Nacht einkehren wollen,

 

wir verstehen Schriftdeutsch und können es auch der Nase nach sprechen.

 

Außerdem wie der Schwabe sagt, man kann sich ja auch

 

„mit Händ und Fiaß verständige“.

 

Zur Not gibt es ja auch noch das Englische, für uns Schwaben wäre das

 

somit die zweite Fremdsprache, die wir lernen müssen

 

–neben dem Schriftdeutschen wohlgemerkt.

 

 

Bei uns im „Ratstüble“ werden Gemütlichkeit und Geselligkeit absolut

 

groß geschrieben.

 

Der Aufenthalt bei uns soll nicht nur im Magen wohl bekommen, sondern

 

auch der Seele gut tun. Unsere detailverliebten Gaststuben und die nette

 

Bedienung –das wäre dann mein Mann, der zu den Gästen immer nett ist,

 

(vielleicht sollte ich ab und zu auch mal in die Gaststube sitzen), tun dazu

 

neben dem Essen hoffentlich ihr Übriges.

 

So, mehr fällt mir zum Thema „über uns“ eigentlich nicht mehr ein.

 

Aber besuchen Sie uns doch einfach einmal und lernen Sie uns kennen.

 

Wir würden uns ganz bestimmt darüber freuen!!

 

 

Herzliche Grüße

 

Ihre Natascha Strohm